Unlegierte, niedriglegierte und hochlegierte Stähle beim Laserschneiden
Beim Laserschneiden von Stahl unterscheidet man im Wesentlichen drei Gruppen von Stählen, die je nach Zusammensetzung unterschiedliche Eigenschaften besitzen und für verschiedene Anwendungen geeignet sind.
Unlegierte Stähle
Unlegierte Stähle bestehen fast ausschließlich aus Eisen und Kohlenstoff, ohne nennenswerte Zusätze anderer Legierungselemente. Typisches Beispiele hier ist S235JR, der sich durch gute Schweißbarkeit und wirtschaftliche Bearbeitung auszeichnen. Sie werden häufig im Stahlbau, im Maschinenbau und in der Fahrzeugtechnik eingesetzt.
Niedriglegierte Stähle
Niedriglegierte Stähle enthalten zusätzlich geringe Mengen an Legierungselementen wie Chrom, Nickel oder Mangan (unter 5 %). Beispiele sind S355MC, 16MnCr5 oder 42CrMo4, die eine höhere Festigkeit und bessere Umformbarkeit aufweisen. Typische Einsatzbereiche sind tragende Strukturen, Antriebs- und Getriebeteile oder der Kranbau.
Hochlegierte Stähle
Hochlegierte Stähle zeichnen sich dadurch aus, dass ihr Legierungsanteil über 5 % liegt. Besonders bekannt sind die Chrom-Nickel-Stähle wie 1.4301 (V2A) oder 1.4571 (V4A), die umgangssprachlich als Edelstahl bezeichnet werden. Sie bieten eine hohe Korrosionsbeständigkeit, lassen sich präzise im Laser schneiden und finden Anwendung in der Lebensmitteltechnik, Medizintechnik oder im Architekturbereich.
Laserschneiden von Stahl mit Stickstoff
Beim Laserschneiden von Stahl setzen wir je nach Materialstärke unterschiedliche Prozessgase ein. Unlegierte und niedriglegierte Stähle schneiden wir in der Regel bis ca. 8 mm Dicke mit Stickstoff, wodurch oxidfreie, saubere Schnittkanten entstehen – ideal für sichtbare Bauteile oder Teile mit anschließender Beschichtung. Im Bereich von 10 bis 15 mm kommt meist ein Mischgas zum Einsatz, das eine gute Balance zwischen Schnittqualität und Wirtschaftlichkeit bietet. Bei Materialstärken über 15 mm wird üblicherweise Sauerstoff verwendet. Sauerstoffschnittkanten sind leicht oxidiert, was für viele konstruktive Anwendungen völlig ausreichend ist, während der Mischgasschnitt eine glattere Kante erzeugt. Hochlegierte Stähle, wie beispielsweise Chrom-Nickel-Stähle, werden in aller Regel ausschließlich mit Stickstoff geschnitten.
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Laserschneiden von Stahl mit Mischgas
Beim Laserschneiden von unlegierten und niedriglegierten Stählen setzen wir häufig in den Bereichen zwischen 10 und 15 mm auf den Einsatz von Mischgasen – einem Stickstoff-Sauerstoff-Gemisch. Diese Kombination ermöglicht besonders saubere Schnittkanten bei gleichzeitig hoher Schneidgeschwindigkeit. Während reiner Sauerstoff für schnelle Schnitte in dickeren Materialien sorgt, liefert Stickstoff oxidfreie Kanten. Das Laserschneiden mit Mischgas vereint beide Vorteile: wirtschaftliche Bearbeitung, geringe Nacharbeit und eine gleichbleibend hohe Schnittqualität – ideal für sichtbare Bauteile und präzise Konstruktionen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zum Laserschneiden mit Mischgas!
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