Edelstahl oder Chromnickelstahl

Edelstahl wird hΓ€ufig mit hochwertigen, rostfreien Metallen in Verbindung gebracht. Doch genau genommen ist die Bezeichnung nicht korrekt. Was oft als β€žEdelstahlβ€œ bezeichnet wird, ist in der Metallbearbeitung bzw. bei uns in der Blechbearbeitung eigentlich Chromnickelstahl. TatsΓ€chlich bezeichnet β€žEdelstahlβ€œ lediglich eine besonders reine Form von Stahl mit einem geringen Schwefel- und Phosphorgehalt. Nicht jeder Edelstahl ist also automatisch rostfrei.Β Im Bereich der Edelstahlbearbeitung verfΓΌgen wir ΓΌber jahrzehntelange Erfahrung – von prΓ€zisen Zuschnitten mit dem Laser oder der Stanze ΓΌber das Abkanten bis hin zum Schweißen komplexer Baugruppen.

Erst durch die gezielte Legierung mit Chrom und Nickel erhÀlt der Stahl seine rostfreien Eigenschaften und wird zum Chromnickelstahl. Durch einen hohen Chromanteil (mindestens 10,5 %) in der Legierung bildet sich eine schützende Oxidschicht, die das Material vor Rost und Àußeren Einflüssen schützt. Nickel verstÀrkt diese Eigenschaften weiter und sorgt für zusÀtzliche StabilitÀt sowie eine glÀnzende, edle Erscheinung. Deshalb sollte man, wenn man von Edelstahl spricht, dies immer in Verbindung mit den Werkstoffnummern tun. Eine Übersicht dazu findet sich weiter unten im Text.

An dieser Stelle sei auch noch kurz auf unseren Gewichts-Rechner hingewiesen, der natΓΌrlich auch Gewichte fΓΌr Bleche bzw. Blechtafeln aus Edelstahl berechnen kann.

Der Werkstoff Edelstahl findet in vielen Branchen seine Verwendung

  • Maschinenbau
  • Lebensmittelindustrie
  • Chemieanlagenbau
  • Bauwesen und besonders im Metallbau

Seine hohe BestΓ€ndigkeit gegenΓΌber Feuchtigkeit, SΓ€uren und mechanischer Beanspruchung macht ihn zum bevorzugten Material fΓΌr Anwendungen, bei denen Hygiene, Haltbarkeit und Γ„sthetik entscheidend sind.

Bleche biegen in der Blechbearbeitung mit CNC-Abkantpressen, hier ein Beispiel aus Edelstahl 1.4301

Edelstahl perfekt fΓΌr Laserschneiden & Kanten

Edelstahl lΓ€sst sich mit Laserschneiden extrem prΓ€zise und gratfrei zuschneiden – ideal fΓΌr komplexe Geometrien und filigrane Details. Mit unseren Laserschneidmaschinen kann Edelstahl bis 30 mm geschnitten werden. Das Edelstahl Laserschneiden hat in unserem Unternehmen einen hohen Anteil am Gesamtvolumen und somit verfΓΌgen wir auch ΓΌber ausgezeichnete Technologien hierfΓΌr. Der Laserschnitt von Edelstahl erfolgt in der Regel mit Stickstoff und zeigt daher ΓΌblicherweise keine Anlassfarben – die Schnittkante ist glΓ€nzend und leicht geriffelt. Anschließend kann der Edelstahl Laserzuschnitt bei Bedarf durch Kanten bzw. Gesenkbiegen mit unseren CNC-gesteuerten Abkantpressen gebogen werden. Hier haben wir die MΓΆglichkeit bis 10 mm Dicke und maximal auf 4000 mm LΓ€nge die Bleche zu biegen. Bei grâßeren StΓΌckzahlen bietet das Stanzen eine wirtschaftliche Alternative zum Laserschneiden, da es besonders schnelle und kosteneffiziente Bearbeitung ermΓΆglicht.
Da sowohl beim Laserschneiden als auch beim Stanzen Grat entsteht, entfernen wir diesen mit unseren verschiedenen Entgrat-Technologien effizient und sorgen so fΓΌr makellose Bauteile. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zum Entgraten.

Typische Werkstoffnummern von Edelstahl

Wir verarbeiten gezielt Werkstoffe, die sich durch ihre spezifischen Eigenschaften fΓΌr unterschiedlichste Anwendungen eignen. Damit Sie und wir immer vom gleich sprechen, empfiehlt es sich die eindeutigen Werkstoffnummern zu verwenden. Im Folgenden werden wir die bei uns ΓΌblichen Werkstoffe auffΓΌhren und kurz beschreiben.

1.4301 (X5CrNi18-10)

Dieser klassische Chrom-Nickel-Stahl ist einer der am hΓ€ufigsten verwendeten rostfreien StΓ€hle. Er ΓΌberzeugt durch eine hohe KorrosionsbestΓ€ndigkeit und eine ausgezeichnete Verarbeitbarkeit. Wir haben dieses Material in der Regel in unterschiedlichen OberflΓ€chen und Tafelformaten am Lager.

1.4404 (X2CrNiMo17-12-2)

Durch die zusΓ€tzliche Legierung mit MolybdΓ€n bietet dieser Werkstoff eine noch hΓΆhere BestΓ€ndigkeit gegen SΓ€uren und chloridhaltige Medien. Er eignet sich ideal fΓΌr anspruchsvolle Umgebungen, wie sie beispielsweise in der Pharma- und Chemieindustrie oder im Schiffsbau vorkommen.

1.4571 (X6CrNiMoTi17-12-2)

Diese Legierung Γ€hnelt dem Werkstoff 1.4404, enthΓ€lt jedoch zusΓ€tzlich Titan, was die StabilitΓ€t und HitzebestΓ€ndigkeit erhΓΆht. Damit ist 1.4571 besonders geeignet fΓΌr den Einsatz in hochbeanspruchten Konstruktionen, beispielsweise in der Architektur oder im Maschinenbau. Er wird jedoch zusehends durch den Werkstoff 1.4404 abgelΓΆst, der international wesentlich verbreiteter ist.

 

EuropΓ€ische und amerikanische Normen

Die bei uns hauptsΓ€chlich verwendeten EdelstahlgΓΌten 1.4301, 1.4404 und 1.4571 entsprechen international anerkannten Standards und lassen sich den amerikanischen ASTM/ANSI-Bezeichnungen eindeutig zuordnen. Das sehr hΓ€ufig verwendete Edelstahl mit der Werkstoffnummer 1.4301 entspricht dem US-Typ 304 und eignet sich, wie bereits schon vorab beschrieben, fΓΌr viele Anwendungen unterschiedlichster Branchen. Der Werkstoff 1.4404 entspricht dem Typ 316L und verfΓΌgt ΓΌber eine erhΓΆhte KorrosionsbestΓ€ndigkeit – besonders in chloridhaltigen Umgebungen. Das Material 1.4571 ist mit dem Typ 316Ti vergleichbar. Diese internationale Vergleichbarkeit erleichtert die Materialauswahl ΓΌber LΓ€ndergrenzen hinweg.

 

Unterschiede zwischen Edelstahl V2A und V4A

Die AbkΓΌrzungen V2A und V4A stammen aus der Werkstoffkunde und bezeichnen spezifische Edelstahllegierungen mit hoher KorrosionsbestΓ€ndigkeit. Die Bezeichnungen V2A und V4A wurden 1912 eingefΓΌhrt und sind bis heute Synonyme fΓΌr Edelstahl rostfrei.

V2A – CrNi-Stahl

V2A bezeichnet eine rostfreie Stahllegierung, die in der Edelstahlbearbeitung hΓ€ufig verwendet wird. Sie umfasst Werkstoffe wie 1.4301, 1.4541 und 1.4307. V2A zeichnet sich durch eine hohe KorrosionsbestΓ€ndigkeit aus, ist jedoch gegenΓΌber bestimmten chemischen EinflΓΌssen wie chlorhaltigen Umgebungen weniger resistent. Typische Einsatzbereiche sind der allgemeine Maschinenbau, die Lebensmittelindustrie, die Medizintechnik sowie der klassische Metallbau.

V4A – CrNiMo-Stahl

V4A hingegen umfasst Stahllegierungen, die durch eine erweiterte BestΓ€ndigkeit gegen aggressive Medien wie Salzwasser oder chemische Substanzen hervorstechen. Zu den typischen Werkstoffen gehΓΆren 1.4401, 1.4571 und 1.4404. Diese Legierungen finden ihre Anwendung in Bereichen, die hΓΆchste Anforderungen an die KorrosionsbestΓ€ndigkeit stellen, wie die chemische Industrie, der Schiffsbau, der Schwimmbadbau oder andere korrosive Umgebungen.

 

Edelstahl in Warmgewalzt und Kaltgewalzt

Bei der Verarbeitung und Beschaffung von Chromnickelblechen spielen die Herstellungsverfahren eine entscheidende Rolle. Bei TAUPITZ bieten wir sowohl warmgewalzte als auch kaltgewalzte Bleche aus hochwertigen ChromnickelstΓ€hlen der oben genannten Legierungen an. Jede dieser Varianten bringt spezifische Vorteile mit sich und eignet sich fΓΌr unterschiedliche Anwendungen. Bevor wir weiter auf die Details dieser Herstellungsverfahren eingehen, sei angemerkt das wir ab 8 mm MaterialstΓ€rke grundsΓ€tzlich warmgewalzte Bleche verwenden.

Warmgewalzte Bleche

Warmgewalzte Bleche werden bei Temperaturen über 1.000 °C hergestellt und im warmen Zustand weiterverarbeitet. Durch das Walzverfahren bei hohen Temperaturen erhÀlt das Material eine grâbere, jedoch Àußerst widerstandsfÀhige Struktur.

warmgewalztes Edelstahlblech

Kaltgewalzte Bleche

Kaltgewalzte Bleche entstehen durch ein Walzverfahren bei Raumtemperatur. Dabei werden warmgewalzte Bleche weiterverarbeitet und verdichtet, wodurch eine glattere OberflÀche und eine hâhere Maßgenauigkeit erzielt werden.

kaltgewalztes Edelstahlblech

OberflΓ€chen: GebΓΌrstet, Geschliffen & GlΓ€nzend

Neben der Wahl des richtigen Blechs ist die OberflΓ€che entscheidend fΓΌr die Funktion und Optik des Materials. Je nach Anforderung stehen verschiedene Bearbeitungsmethoden zur VerfΓΌgung:

GebΓΌrstete OberflΓ€che

Bei der gebürsteten OberflÀche wird die EdelstahloberflÀche mit SchleifbÀndern behandelt, die eine feine, gleichmÀßige Struktur erzeugen. Das Ergebnis ist eine matte OberflÀche mit sichtbarer Linienführung. Die Bürstung erfolgt in der Regel nur einseitig und diese als Sichtseite bezeichnete FlÀche ist in der Regel mit einer selbstklebenden Folie geschützt. Diese OberflÀchen verfügt über einen dezenten Glanz mit feinen Schliffspuren und ist unempfindlicher gegen Fingerabdrücke und Kratzer. Es wird hÀufig für dekorative Anwendungen genutzt.

gebΓΌrstete OberflΓ€che aus Edelstahl

Geschliffene OberflΓ€che

Geschliffene Edelstahlbleche werden mit Schleifmitteln unterschiedlicher Kârnung bearbeitet, um eine gleichmÀßige, matte bis satinierte Optik zu erzeugen. Wir verarbeiten in der Regel Bleche, die mit der Kârnung K240 bearbeitet wurden. Auf Wunsch kânnen auch andere Kârnungen beschafft werden. Wenn wir also von geschliffener OberflÀche ohne weitere Angabe sprechen, dann handelt es sich um die Kârnung K240. Die Bleche haben in der Regel ein grâberes Schliffbild als gebürstete Bleche. Es reduzierte Lichtreflexionen und sorgt für ein edles Erscheinungsbild.

geschliffene OberflΓ€che K240 aus Edelstahl

GlΓ€nzende OberflΓ€che

Die IIID/2R-OberflΓ€che ist eine speziell bearbeitete, hochglΓ€nzende Variante, die durch mechanisches Polieren entsteht. Sie kombiniert eine feine Textur mit hoher Reflexion. Es entsteht dabei eine sehr glatte, reflektierende OberflΓ€che, die eine hochwertige Optik mit edlem Glanz ausstrahlt. Durch die reduzierte Rauigkeit der OberflΓ€che wird die KorrosionsbestΓ€ndigkeit in der Regel verbessert. Produkte mit dieser OberflΓ€che finden Ihre Anwendung in Design- und Luxusprodukte und bei dekorativen Elementen.

Grundkoerper aus IIID 2R

Schweißen von Edelstahl

Beim Schweißen von Edelstahl müssen einige Aspekte berücksichtigt werden. Die im Chromnickelstahl enthaltenen Legierungsbestandteile Chrom und Nickel beeinflussen die WÀrmeleitfÀhigkeit und Schweißbarkeit. Das beispielsweise in 1.4404 und 1.4571 zusÀtzlich enthaltene MolybdÀn verbessert zwar die KorrosionsbestÀndigkeit, beeinflusst aber auch das Schweißverhalten.

Grundlegendes zum Schweißen von Edelstahl

Chromnickelstahl hat eine schlechte WΓ€rmeleitfΓ€higkeit, wodurch die WΓ€rmeeinflusszone konzentrierter ist als bei unlegiertem Stahl. Dies erhΓΆht beispielsweise im Vergleich mit Baustahl den Verzug und kann darΓΌber hinaus zu GefΓΌgeverΓ€nderungen fΓΌhren.

Beim Schweißen kann es zu einer Chromverarmung in der WÀrmeeinflusszone kommen, was zu einer Verringerung der KorrosionsbestÀndigkeit führt. Die Werkstoffe 1.4571 oder 1.4404 sind hier vorteilhafter.

Bedingt durch die hohe WÀrmeausdehnung und die geringe WÀrmeleitfÀhigkeit von Edelstahl entstehen beim Schweißen stÀrkere Spannungen. Eine gute Schweißvorbereitung und eine kontrollierte WÀrmezufuhr sind wichtig. Hier kann durch geÀnderte Konstruktionen positiv Einfluss genommen werden.

Schweißverfahren für Edelstahl

Je nach Anwendungsfall eignen sich verschiedene Schweißverfahren für Edelstahl. Alle diese Verfahren haben wir im Haus und haben damit hinreichende Erfahrungen:

WIG-Schweißen eines Trichters aus Edelstahl

WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas-Schweißen)
Diese klassische Schweißverfahren kam in unserem Haus in der Vergangenheit am hÀufigsten zum Einsatz. Es überzeugt mit hâchster QualitÀt der SchweißnÀhte und ist besonders geeignet für dünne Bleche. Es hat eine geringe WÀrmeeinbringung und reduziert somit den Verzug der Bauteile beim Schweißen. [mehr zum WIG-Schweißen]]

MIG-Schweißen (Metall-Inertgas-Schweißen)
Dieses Verfahren ist sehr Effizient für dickere Edelstahlbleche, bringt aber im Vergleich zum WIG-Schweißen eine hâhere WÀrmeeinbringung. Zusatzwerkstoffe mit niedrigem Kohlenstoffgehalt sorgen für eine hohe KorrosionsbestÀndigkeit. [mehr zum MIG-Schweißen]

Die Nachbearbeitung der SchweißnΓ€hte und der umliegenden Bereiche ist wesentlich aufwΓ€ndiger als beim WIG-Schweißen. Das MAG- Verfahren (Metall-Aktivgas-Schweißen) kann ebenfalls genutzt werden, wenn mit speziellen Mischgasen mit wenig COβ‚‚ oder Sauerstoff gearbeitet wird, allerdings mit gewissen Nachteilen. In der Regel kommt es daher, wenn Sie Edelstahl schweißen lassen mΓΆchten, nicht zum Einsatz.

Laserschweißen
Aus unserer Sicht ist das Laserschweißen für die Zukunft am geeignetsten zum Schweißen von Edelstahl dünnerer MaterialstÀrken. Es erzeugt extrem prÀzise SchweißnÀhte mit einer minimaler WÀrmeeinflusszone mit einer extrem hohen Schweißgeschwindigkeit. Es ist somit ideal für dünne Edelstahlbleche bis ca. 3 mm und filigrane Bauteile.
Elektrodenschweißen (Lichtbogenhandschweißen)
Dieses Verfahren beherrschen wir ebenfalls, aber es findet in unserem Unternehmen kaum noch Verwendung. Es ist sehr flexibel einsetzbar – gerade auch im Außenbereich – und geeignet sich prinzipiell gut fΓΌr dickere Edelstahlteile. Es erfordert spezielle Elektroden mit niedriger Kohlenstofflegierung (z. B. E 308L fΓΌr 1.4301, E 316L fΓΌr 1.4404).

Das Foto zeigt im Details das Schweißen mit dem handgeführten Laserschweißen.

Nachbehandlung der Edelstahl-Schweißnaht

Edelstahl-SchweißnÀhte reinigen

Zwei wichtige Gründe sprechen für das Reinigen der SchweißnÀhte: Optik und Schutz vor Korrosion. WÀhrend saubere NÀhte einfach besser aussehen, ist der wichtigere Aspekt die Wiederherstellung der Passivschicht, die Edelstahl vor Rost schützt. Beim Schweißen wird diese durch die Hitze zerstârt, und Anlassfarben zeigen an, wo Korrosion ansetzen kann.

Es gibt drei bewÀhrte Verfahren die Anlassfarben an Schweißbauteilen entfernen:

  • Chemisch: BeizflΓΌssigkeit aus Fluss-, Salpeter- und SchwefelsΓ€ure
  • Mechanisch: BΓΌrsten mit Edelstahl-DrahtbΓΌrsten, Kunststoff-BΓΌrsten oder Vlies-TΓΌchern
  • Elektrochemisch: Einsatz von Strom und ElektrolytflΓΌssigkeit
gereinigte Schweißnaht

Alle Methoden zielen darauf ab, die Passivschicht wiederherzustellen. Denn ohne diese Schutzschicht kann Edelstahl rosten. Das ist besonders problematisch in hygienisch sensiblen Bereichen wie der Lebensmittelindustrie oder dem Gesundheitswesen. Welche Methode die beste ist, hÀngt vom Einsatzzweck ab. Wir prÀferieren in der Regel das mechanische oder elektrochemische Reinigen der SchweißnÀhte.

Formieren von SchweißnÀhten

Noch besser als das Reinigen von SchweißnÀhten ist das Verhindern von Anlassfarben wÀhrend des Schweißprozesses. Dazu eignet sich das so genannte Formieren der Schweißnaht. Dabei wird die Sauerstoffkonzentration in der Schweißumgebung durch eine SchutzgasatmosphÀre aus Argon oder andere Formiergase reduziert. Diese erreichen wir im Inneren von Edelstahlrohren oder an der Rückseite von SchweißnÀhten durch die Verwendung spezieller Vorrichtungen, die in der Regel aus Kupfer hergestellt werden. Dadurch kann sich keine Oxidschicht bilden, sodass Anlassfarben gar nicht erst entstehen.

Dieses Verfahren bietet mehrere Vorteile. Zum einen verhindert es die Bildung von Anlassfarben, sodass eine aufwendige Nachbearbeitung oft nicht erforderlich ist. Zudem bleibt die natürliche Chromoxidschicht des Edelstahls intakt oder regeneriert sich schneller, was die KorrosionsbestÀndigkeit erhâht. Da das Schweißen mit Formiergas weniger Poren verursacht und die NÀhte glatter bleiben, verbessert sich insgesamt die QualitÀt der Schweißverbindung. Dies spart Zeit und Material, da weniger Nachbehandlung nâtig ist. Besonders in hygienisch sensiblen Bereichen, etwa in der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie, erweist sich Formieren als vorteilhaft, da es eine glatte, rückstandsfreie OberflÀche ermâglicht.

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  • KΓΆnnen Edelstahl-Bleche auch gekantet oder entgratet werden?

    Ja, selbstverstΓ€ndlich. Neben dem Laserschneiden bieten wir auch Abkanten, Runden, Entgraten, Senken und Gewindeschneiden an – alles aus einer Hand. DarΓΌber hinaus beherrschen wir auch das Schweißen von Edelstahl in unterschiedlichsten Verfahren.

  • Welche Blechdicken sind mit Laserschneiden mΓΆglich?

    Je nach Legierung lasern wir Edelstahlbleche von 0,5 bis 30 mm. Die maximale Dicke hÀngt dabei von der Legierung und der gewünschten Geometrie ab. Bis ca. 10mm kânnen die Bauteile maximal 2000x4000 mm und danach maximal 1500x3000 mm sein, da bei grâßeren MaterialstÀrken in der Regel auf Großformat als Tafelformat zurückgegeriffen wird.

  • Ist auch geschliffener Edelstahl mΓΆglich?

    Ja, wir bearbeiten sowohl bereits geschliffene, gebΓΌrstete oder folierte Edelstahlbleche als auch rohe Edelstahlbleche, die wir auf Wunsch mit unseren Schleifmaschinen oberflΓ€chenveredeln. Typische Schliffbilder wie K240 oder K320 sind mΓΆglich – ideal fΓΌr Sichtteile im Innen- und Außenbereich. Dank spezieller Schutzfolien bleibt die geschliffene OberflΓ€che auch beim Laserschneiden, Kanten oder Entgraten unbeschΓ€digt.Β 

  • Welche Bleche aus Edelstahl werden verarbeitet?

    Wir verarbeiten hauptsΓ€chlich die gΓ€ngigen EdelstahlgΓΌten wie 1.4301 (V2A) sowie 1.4571 und 1.4404 (V4A). Nicht bei allen GΓΌten und StΓ€rken, aber bei den gΓ€ngigsten haben wir auch gebΓΌrstete, geschliffene und/oder folierte Bleche am Lager. NatΓΌrlich werden auch andere Werkstoffe aus diesem Segment verarbeitet, aber hier haben wir keine oder nur sehr geringe Mengen am Lager und beschaffen das Material auftragsbezogen.
  • Wie bestelle ich Edelstahl-Zuschnitte online?

    Nutzen Sie einfach unseren Schnellkalkulator. Hier kann man DXF-, DWG- oder STEP-Datei hochladen, Material, StΓ€rke sowie Menge auswΓ€hlen und sofort den Preis sehen – schnell, prΓ€zise und direkt vom Hersteller. Datails steht auf Laserteile Online !